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Title: Amo
Author: Velde, Henry van de, 1863-1957
Language: German
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Copyright Status: Not copyrighted in the United States. If you live elsewhere check the laws of your country before downloading this ebook. See comments about copyright issues at end of book.

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                           HENRY VAN DE VELDE

                                  AMO



                                LEIPZIG
                              INSEL-VERLAG



                              AMO -- CREDO

                        ICH LIEBE -- ICH GLAUBE


Diese beiden Bekenntnisse widersprechen sich in nichts, und doch
widerstreben sie einander, dadurch, daß das eine naturgemäß nach
Betätigung verlangt, während das andere passiver Natur ist.

Wohl möglich, daß eine abwartende Haltung nicht mehr in die heutige
Gesellschaft paßt und daß derjenige, der das, was er liebt, laut
verkündigt, mehr Aussicht hat, die wie er im Lebenskampf Stehenden mit
sich fortzureißen, als der, welcher seinen Glauben bekennt; und daß der
Glaube infolgedessen allen Wert verloren hat, um so mehr, als sich
einstweilen erwies, daß überall, auf philosophischen und materiellen
Gebieten, unsere gegenwärtige Gesellschaft ihren Glauben in Dinge und
Gedanken, die sie nicht liebt oder nicht mehr liebt, öffentlich
ausspricht. Denn das, was sie zu gleicher Zeit liebte und glaubte,
könnte man wohl an den Fingern abzählen.

So hat denn die Liebe ihre Hand zurückgezogen, die sie einst in die des
Glaubens gelegt, und ihn dadurch aller Kraft beraubt. Der unerschöpfliche
Zufluß ist damit versiegt, und dieser unheilvolle Zustand wird so lange
anhalten, als die Liebe ihrer verarmten Schwester keine neuen Schätze
zuführt. Die Liebe ist fähig, den Glauben wieder in Ansehn zu bringen,
weil wir da nicht lieben können, wo wir nicht glauben.

So kann man also mit vollem Vertrauen hierin alles von der Liebe
annehmen und kann an denjenigen glauben, der liebt; währenddem wir uns
auf den Glauben nicht mehr ungeprüft verlassen, und den nicht mehr ohne
weiteres lieben können, der uns Glauben bietet.

Einerseits war es uns im Gebiet der Architektur und des Kunstgewerbes
seit langem nicht mehr möglich, an die Notwendigkeit und Wirklichkeit
der Funktionen der verschiedenen Bestandteile, wie: Säulen, Giebel,
Metopen und Gesimse ..... zu glauben, die den Stilen des Altertums
entlehnt waren. Andererseits konnte uns der Sinn und die Symbolik einer
Ornamentik nicht mehr länger überzeugen, welche im Altertum, und sogar
in jenen Stilen, die hauptsächlich auf denen des Altertums beruhten,
niemals einen anderen Zweck gehabt hatten, als gerade diesen symbolischen
Sinn und diese Bedeutung: -- Greife, Widder, Girlanden und Trophäen......

So erklärten wir, die wir ehrlich sind, daß wir nicht länger eine
Architektur und ein Kunstgewerbe lieben könnten, die nicht einmal mehr
zu verbergen suchten, daß sie selbst nicht mehr an die Begriffe der
Konstruktion und Ornamentik glaubten, die sie ausschließlich anwandten!

Es entspringt also hier alles Gute und alles Übel; alles Gute, das wir
von einer Wiedergeburt der Architektur und des Kunstgewerbes erwarten
können, die von nun ab nur noch Elemente, die sie lieben, verwenden,
weil sie Glauben zu ihnen haben; und alles Übel, das Übel, das man uns
ungerechterweise angetan, indem man uns als Barbaren, welche alles
zerstören, als fanatisch beschränkte Aufständige hinstellte.

Man weiß, zu welch entwürdigendem Niedergang, den Glauben verleugnend
und ohne Liebe, Fachleute die Architektur und das Kunstgewerbe geführt
hatten.

Im dritten Viertel des letzten Jahrhunderts erreichten wir den tiefsten
Stand der Erniedrigung in Geschmack und Impotenz.

Meine Generation hat zu Beginn ihres Mannesalters den Druck empfunden,
unter Menschen von getrübter Intelligenz leben zu müssen, die mit
den organischen Elementen der Architektur spielten, wie Kinder mit
Bauklötzen, die Säulen und Bögen, Giebel und Gesimse aufeinandersetzten
ohne irgendwelchen Sinn und Grund, und ohne Konsequenzen.

Wir empfinden noch heute mit Grauen, in einem Irrenhaus geweilt und der
stumpfsinnigen Beschäftigung der Leute zugeschaut zu haben, deren Gehirn
gelähmt war und die eigensinnig, wir nur Irre es sein können, darauf
bestanden, auf allem, was ihnen unter die Finger kam, eine Fülle und
Überfülle von Verzierungen, Blumen und nackten Frauen anzubringen. Es
war das Grauen vor einem solchen Alp, vor solchen Leibern und Blumen,
vor einer solchen Kunstrichtung, und die Angst vor einer solchen
Zukunft, der auch wir entgegensahen, die uns dazu trieb, Fenster und
Türen aufzureißen und nach Vernunft zu schreien, damit sie uns erlöse!

Es fügte sich, daß es unerwartet, neu und revolutionär erschien, nach
der Vernunft in einem Augenblick zu rufen, wo man nichts Besseres und
Bezeichnenderes von einem Gegenstand, einem Gebäude, zu sagen fand, als
daß es so schön sei, daß kein Mensch glauben sollte, daß dieser
Gegenstand, sei es ein Tisch, ein Schrank, eine Fruchtschale, eine
Blumenvase, eine Suppenschüssel, eben ein Tisch, ein Schrank, eine
Schale, eine Vase oder eine Schüssel sei, daß niemand ein Theater für
ein wirkliches Theater, einen Bahnhof, eine Brücke als solche erkennen
würde.

Heutzutage mag es scheinen, daß alles sich von selbst versteht und daß
es sehr überflüssig sei, zu fordern:

»Du sollst diese Form und Konstruktion aller Gegenstände nur im Sinne
ihrer strengsten Logik und Daseinsberechtigung erfassen.

»Du sollst diese Formen und Konstruktionen dem wesentlichen Gebrauch des
Materials, das du anwendest, anpassen und unterordnen.

»Und wenn dich der Wunsch beseelt, diese Formen und Konstruktionen zu
verschönern, so gib dich diesem Verlangen nur insoweit hin, als du das
Recht und das wesentliche Aussehen dieser Formen und Konstruktionen
achten und beibehalten kannst!«

Und doch hätten diese drei Glaubensartikel, die mehr von einem erneuten
Glauben als von einem neuen Glauben handeln, welche jetzt einem neuen
Stil, ebenso wie sie früher dem griechischen Stil, dem der Blütezeit,
zugrunde lagen, nicht vermocht, die Menschen mit sich fortzureißen, wenn
sie nicht die Macht der ganzen Liebe, die unsere Anstrengungen, diesen
Glauben aufzuprägen, begleitete, empfunden hätten!

Und welche Liebe? Gerade die, welche auf die Menschen die größte Gewalt
ausübt; die, für die Dinge der Natur; die, des Schönheitskultus in den
Dingen, welche die Natur nach ihren innersten Gesetzen schuf.

Dies ewige Gesetz der vernunftgemäßen Schönheit haben wir in unserer
Verzweiflung und zu unserem Heile angerufen, und in einem Augenblick,
wo alles uns zu verlassen drohte, wo zu anderen Zeiten die Menschen
niederknieten und das »Credo« unwiderstehlich bekannten, fanden unsere
Lippen ein »Amo«, welches seinen Ursprung in der Offenbarung hat, daß
ein Band alles, was wir lieben, verbindet und daß alle Schönheit einer
Quelle entströmt!

                             Im April 1912



                                  AMO


Ich liebe die Blumen, die Augen der Erde, die sich bei ihrem Erwachen
öffnen, um uns durch ihre Pracht der Erde kindliches Entzücken zu
offenbaren; um uns von dem Ernst ihrer schweren, erdrückenden Gedanken,
ihrer ungestillten Wünsche zu reden, von der Ironie ihrer Grausamkeit
und ihrer unendlichen Süße.

Ich liebe die Bäume, die das vollbracht haben, woran wir scheiterten;
die, ohne Vermittlung jedes christlichen Gefühls, allein durch das
Wunder ihrer Majestät und ihres Schweigens, in Schönheit den Kampf und
das Aufeinanderstoßen der Gewalten und des Egoismus verwirklichen,
Kämpfe, denen ähnlich, die auch über unsere Zukunft entscheiden.

Sie haben keinen Richter, der von seiner Unantastbarkeit herab über sie
urteilt; kein Priester gibt ihnen das trügerische Versprechen von der
Vergebung der Sünden gegen den Nächsten; kein Arzt wendet Heilmittel an
und verbindet Wunden; kein Nachbar sorgt schwatzend für die Verbreitung
von Tadel, Verleumdung oder von Lob, das der Neid zersetzt.

Unter ihnen gebietet der Stärkste durch Gestalt und Gebärde; er schöpft
ohne Rücksicht Kraft und Nahrung aus dem Boden, den seine Wurzeln sich
erobert haben, und der Schwache ordnet sich ihm willig unter, findet
seinen bescheidenen Weg, sein geringeres Ansehen ohne Scham und Klage,
ohne Geschrei nach Recht zu tragen.

Ich liebe die Körper der Menschen und die der Tiere. Unsere betörten
Sinne haben auf jede Weise den weiblichen und männlichen Körper zu
schildern gesucht.

Das Gefühl spiegelt ihnen die Liebkosung der schönsten Früchte vor,
während das Gesicht, sich an der Schönheit weidend, wahrnimmt, daß
jedes Glied des menschlichen Körpers den verlockendsten Dingen ähnlich
ist, die seine Wünsche auf Erden und im Paradiese begehren könnten. Der
Duft verrät die Blumen, den Tau des Morgens und die herbstlichen Nebel,
um der Wohlgerüche des Fleisches willen, welches Geheimnisse birgt,
die ihm die Natur neidet. Die menschliche Stimme versetzt das Gehör
in Ekstasen, wie sie keiner der Klänge, die die Kunstfertigkeit den
Instrumenten entlockt, hervorzubringen vermöchte. Und der Geschmack wird
von nichts so sicher berauscht als von der Berührung der im Kuß sich
öffnenden Lippen.

Während diese Instinkte nur unzulänglich ihre elementare Natur unter
der Maske einer primitiven Poesie verbergen, erschließt sich die
volle Schönheit des menschlichen Körpers in der Bewegung! Und um die
Pracht eines ringenden oder boxenden Männerkörpers, eines vom Tanze
hingenommenen weiblichen Körpers zu beschreiben, fehlt uns Wort und
Ausdruck.

Ich liebe die Körper der Tiere in ihrer geschmeidigen, berechnenden,
trügerischen Anmut, elastisch, wie die der Katze, des Tigers und des
Jaguars; stark, schwer und langsam, wie die der Ochsen; ungestüm und
rhythmisch, wie die der Pferde beim Rennen, der verfolgenden Hunde und
des verfolgten Hirsches; und ich liebe den Leib der Vögel mit der
feierlichen Gangart, den Truthahn und das Perlhuhn.

Ich liebe den Leib der Insekten, deren bewegliche Gelenkfügung den
gleichen mechanischen Sinn aufweist wie die Gelenke des Harnischs.

Ich liebe die Muscheln, deren zierlichen kegelförmigen Körper ein
Netz von Geäder einspinnt, deren Farbe blaß ist wie das Gesicht
eines Kranken, blaß wie Nephrit; jene, mit den falben Flecken, welche
dem Innern einer durchschnittenen Frucht gleichen; -- die großen
Seemuscheln, die sich mächtig bäumen, um ihre Spirale in eine einem
Munde gleichende gähnende Öffnung zurückzuwerfen; jene Muscheln, deren
enthüllter Perlmutterkörper verwirrend wirkt wie Orchideen.

Ich liebe die exotischen Schmetterlinge, über deren sinnreich gebauter
und erprobter Konstruktion ein Gewebe sich breitet, von einer frischen
Köstlichkeit wie hellaufflackerndes Lachen; ein Gewebe, blau und
schimmernd wie eine Sternnacht im Sommer, oder mehr noch, dunkel und
tief wie die Trauer, wie das Leid ohne Ende.

Ich liebe die Schauspiele der Natur, den wechselnden elementaren Anblick
des Meeres, die zielbewußten Windungen der Ströme, die Berge und Felsen,
deren Linie die Ausdauer offenbart, mit welcher die höheren Elemente,
Wind, Regen und Schnee, ihr allmähliches Werden endgültig zusammengefaßt
und ihre Schlußsilhouette bestimmt haben, in welcher sich die
entgegengesetzten Kräfte des Materials und der Elemente neutralisieren
zu gemeinsam gewaltigen, vollklingenden Akkorden. So liebe ich den
Vesuv, den Ätna und den Stromboli, wie die Japaner den Fuji-no-yama als
ihr Heiligtum lieben.

Ich liebe die Monumente, deren Linie und Form sich decken und sich
mitteilen, wie bei den Pyramiden Ägyptens und den griechischen Tempeln;
deren Organe sich verketten und deren Materie atmet, sich erregt und
errötet; deren Wölbungen, Pfeiler und Säulen sich anstrengen in der
Erfüllung ihres Zweckes, um uns fortwährend ihre ausdauernden
Bestrebungen zu beweisen; -- bei denen jede Fuge verrät, daß sich hier
die Steine oder die angewandten Materialien mit so viel Liebe
aneinandergeschlossen haben, wie es nur menschliche Wesen vermögen.

Ich liebe die Möbel, die ihre Zweckmäßigkeit und Formenreinheit schützend
bewahrt haben, wie das Mädchen die Keuschheit seines Körpers schützend
wahrt und seine Einfalt den Künsten und der Schminke der Kurtisanen
vorzieht; die Möbel, die ihre Aufgabe mit der Selbstverständlichkeit
und ungeschliffenen Würde des Taglöhners und Bauern verrichten, des
Handwerkers, der das leistet, was man von ihm erwartet: das Pflastern
der Straße, das Säen wie das Ernten, das Korbflechten wie das Anfertigen
von Gold- und Silbergeräten; alles, ohne daß ein zweifelnder Gedanke,
eine Versuchung zu Betrug und schlechtem Handeln seine eingewurzelte
Ehrlichkeit erschüttern könnte.

Ich liebe die Gläser, die Steingutwaren, die Bronzegefäße, deren Linien
den wiegenden Bewegungen der Hüften und der Brust, den menschlichen
Profilen gleichen -- gebieterisch und suggestiv.

Ich liebe die Geräte, deren Urform keiner Zeit unterworfen ist, den
Spaten, das Beil und die Sichel, die ewigen Formen des Pflugs und des
Kahns.

Ich liebe die ganze Reihe der Saiteninstrumente, die seit alter Zeit
sich bemühen, eine vollendete Form zu finden, um den Ton einzuschließen;
ähnlich wie die Blumen es nie aufgeben, zur Aufbewahrung ihrer Düfte ein
immer vollkommeneres Gefäß zu bilden.

Ich liebe die Maschinen, sie sind wie Geschöpfe einer höheren Stufe. Die
Intelligenz hat sie von allen Leiden und Freuden, die dem menschlichen
Körper in seiner Tätigkeit und seiner Erschöpfung anhaften, entäußert!
Die Maschinen auf ihren marmornen Sockeln handeln, wie die Buddhas, auf
ihrem ewigen Lotos kauernd, sinnen. Sie verschwinden, wenn schönere,
vollkommenere geboren werden. Sie teilen dies Geschick mit den Helden
und Göttern, denen es bis jetzt allein beschieden war; mit den uns jetzt
sagenhaft scheinenden Segelschiffen; mit den Kriegsschiffen, die den
Meerungeheuern gleichen, welche die Gestirne, neugierig das ihnen
verborgene Leben der Tiefen zu schauen, an die Oberfläche befohlen
haben.

Ich liebe alle Gefährte, die Tragsessel der südlichen Länder, die
Automobile, die lenkbaren Luftschiffe und die wundervollen »Fliers«.

Ich liebe alle Dinge, die der Sport bildete; alle diese Geräte in ihrer
überzeugenden, organischen Form. Sie haben die Fähigkeit, uns mit der
gleichen Unmittelbarkeit zu erregen, zu reizen, wie eine Bewegung, wie
ein Schrei. Und ich liebe alle jene zweckentsprechenden und intelligenten
Bekleidungen, die der Sport sich erfunden hat.

Ich liebe mehr als jeden anderen Aufenthalt der Welt -- Hyde Park im
Mai --, wenn in den tiefen Alleen, deren violetter Sand von goldenen
Flecken schimmert, welche die Morgensonne durch das schwere Laubwerk
wirft, endlose Reihen von Reitern und Reiterinnen auftauchen; wenn in
der Frühlingssonne, nachmittags, Tausende von Gespannen dahineilend sich
verfolgen und kreuzen, durch die breiten, offenen Alleen, eingesäumt von
intensiv grünem Rasen, von zahllosen Blumenbeeten in den auserwähltesten,
fremdländischsten, berauschendsten Farben. Wenn man diese Gespanne im
einzelnen betrachtet, in ihrer Zusammenstellung von Pferden, Hunden,
Lakaien und dem hoch oben thronenden gleichmütigen Lenker, von
Bevorzugten, die eingeladen wurden, in diesen Viktorias, Daumonts,
Breaks und Mails Platz zu nehmen, -- so gewährt dies alles den Anblick
denkbar höchster Vollendung.

Diese Augenblicke aus dem Hyde Park sind einzig schön, und dies
Schauspiel vereinigt größere, vielseitigere Schönheit, als man sie
irgendwo anders zu finden vermöchte. Und es ist eine kindische Illusion
von zurückgezogenen, schlecht gelüfteten Gelehrten, daß die Vergangenheit
ein schöneres, vollkommneres, edleres und zugleich feierlicheres
Schauspiel zu bieten hatte; denn in keiner Epoche hat sich eine solche
Summe von Vollkommenheit, von auserwähltesten Dingen zusammengefunden.
Ich kann mich ebenso mit anderen bei dem Gedanken an die Eleusischen
Festzüge begeistern, an die feierlichen Prozessionen, die die Stufen zu
den Propyläen emporschritten; bei dem Gedanken an die Turniere und an
die pompösen Ausfahrten der sagenhaften, venezianischen Galeeren.

                      ABER  ES  KANN  WOHL  NICHTS
                       DER ERGREIFENDEN HARMONIE,
                        DER MACHT DER ZUSAMMEN-
                        KLÄNGE UND DER EIGENART
                          DES RHYTHMUS DIESES
                           FESTES DER MODER-
                             NEN SCHÖNHEIT
                               NAHEGEKOM-
                               MEN SEIN!



                   Druck von Fr. Richter in Leipzig.



Im Insel-Verlag zu Leipzig erschien:


HENRY VAN DE VELDE: _Vom neuen Stil._ Mit einer Titelvignette vom
Verfasser. In Halbpergament M. 5.--

    »Diese Schrift ist, was Aufklärung über Wesen und Ziel der modernen
    kunstgewerblichen Bewegung anlangt, mustergültig, und es ist den
    Einsichten des trefflichen, auf langjährige Erfahrungen gestützten
    Künstlers die weiteste Verbreitung zu wünschen. Unnötig, mehr Worte
    zu machen; niemand, der in dem heutigen Kampfe um den Stil mit sich
    ins Klare kommen will, wird diese interessante Schrift ungelesen
    lassen.«

                                                             _Die Zeit._


HENRY VAN DE VELDE: _Essays._ Mit Einbandzeichnung vom Verfasser. In
Halbpergament M. 6.--

    »Um unsere Zeit kennen zu lernen, sollte man die Essays von Henry
    van de Velde lesen. Sie sind das Öl, das die aufgewühlten Wellen des
    Meeres der Kunst glätten kann. Hier spricht echtes Kunstempfinden
    aus jeder Zeile, das Ganze ist eine Art Glaubensbekenntnis, zu dem
    sich jeder gern bekennen wird, der es mit unserer Kunst ernst meint
    und dem künstlerische Forderungen nicht von dem Standpunkt der
    Wahrung eigener Interessen diktiert werden.«

                                               _Magdeburgische Zeitung._


KARL SCHEFFLER: _Paris._ Mit 71 Vollbildern in Autotypie.
Einbandzeichnung von E. R. Weiß. _Dritte Auflage._ Geheftet M. 10.--;
in Halbpergament M. 12.--.


KARL SCHEFFLER: _Deutsche Maler und Zeichner im 19. Jahrhundert._
Mit 78 Vollbildern in Autotypie. Einbandzeichnung von E. R. Weiß.
Geheftet M. 10.--; in Halbpergament M. 12.--.


KARL SCHEFFLER: _Gesammelte Essays._ Geheftet M. 6.--; in Halbpergament
M. 8.--.


RUDOLF KASSNER: _Von den Elementen der menschlichen Größe._ Geheftet
M. 2.50; in Leinen M. 3.50.


OSKAR WALZEL: _Vom Geistesleben des 18. und 19. Jahrhunderts._ Aufsätze.
Geheftet M. 10.--; in Leinen M. 12.--.


HERMANN BAHR: _Essays._ _Zweite Auflage._ Geheftet M. 5.--; in Pappband
M. 6.--.





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